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Im ersten Abschnitt der Plakate ist der Originaltext von Helin Çelik zu sehen, welcher im weiteren Verlauf von Béla Meiers neu geordnet, interpretiert und letztendlich zu einem Satz verkürzt wird. In dem performativen Layout visualisiert er seine Annäherung an den Text und interpretiert zeitgleich dessen Inhalt. Als typografische Basis nutzt er die Times New Arial als Variante der Arial und Times New Roman. Die Überlagerung der Schriften steht dabei ebenfalls symbolisch für den Prozess der Identitätsfindung durch das autobiografische Gedächtnis.

Text
Helin Çelik, geboren 1991, Türkei. Helin Çelik ist eine kurdische interdisziplinäre Künstlerin, die in Wien, Österreich, lebt. In ihren Arbeiten untersucht sie verschiedene Geografien des politischen Kampfes und rekonstruiert bestehende Erzählungen, indem sie narrative und nicht-fiktionale Instrumente miteinander verwebt. Sie ist bestrebt, die Be- ziehung zwischen politischer und kinematografischer Erinnerung zu entschlüsseln, indem sie persönliche Geschichte vermischt und neue visuelle Grammatiken verwendet, und beabsichtigt, die Möglichkeiten der Mediengestaltung zu diversifizieren, um eine andere Zukunft zu imaginieren.

Gestaltung
Béla Meiers arbeitet als selbständiger Kommunikationsdesigner und Webentwickler in Wien. Seine Praxis konzentriert sich auf die Entwicklung von visuellen Identitäten im Editorial- und Webdesign. Er arbeitet für und mit Künstler*innen sowie Institutionen aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und politischer Bildung. Durch eine von einem konzeptionellen Prozess und einer gestalterischen Haltung geprägten Arbeitsweise, entwickelt er beispielsweise Publikationen, Webseiten und Plakate, die sich von konventionellen Ästhetiken lösen. Dabei stehen eine ganzheitliche Art Direction, eine kontextbezogene visuelle Sprache und die Liebe zum Detail im Fokus. belameiers.de

Typografie
Liebermann Kiepe Reddemann. Vor der Einführung von CSS2 1998 beschränkte sich die Verwendung von Schriften im Web auf Systemschriften. So entwickelten sich Times New Roman und Arial zu Stereotypen für Serifen- bzw. Groteskschriften. Times New Arial kombiniert diese in einem variablen Schriftkonzept und ermöglicht so beliebig viele Interpolationen zwischen den beiden Schriften. Liebermann Kiepe Reddemann ist ein interdisziplinäres Designstudio und arbeitet an der Schnittstelle von Design, Kunst und Technik. In ihrer Praxis loten sie Möglichkeiten und Kon- ventionen ihrer Arbeitsfelder aus, rezipieren und erweitern diese. Produziert wurde Times New Arial von Typograf und Grafikdesigner Elias Hanzer. liebermannkiepereddemann.de